Afrika: Meningitis – Epidemien

Während der Trockenzeit von Dezember bis Juni kommt es in den Ländern des afrikanischen Meningitisgürtels zu einem verstärkten Auftreten von Meningokokken-Erkrankungen, auch in Form von Epidemien. Seit Anfang 2018 wurden der Weltgesundheitsorganisation (WHO) 5843 Verdachtsfälle gemeldet. 425 verliefen tödlich. Besonders betroffen sind Ghana, der Süd-Sudan und Nigeria. Verstärktes Auftreten wird aber auch aus Benin, Burkina Faso, Elfenbeinküste, Kamerun, Senegal, Togo und Tschad gemeldet.

Die Meningokokken-Meningitis wird von Bakterien, den Meningokokken, verursacht. Diese Bakterien können nach einer Inkubationszeit von 3-4 Tagen zu einer gefährlichen Hirnhautentzündung führen. Die Krankheit beginnt plötzlich mit hohem Fieber, starken Kopfschmerzen und Nackensteife. Bewußtseinstrübung, später punktförmige Hautblutungen. Die Erkrankung kann sehr rasch lebensgefährlich werden.

Die Übertragung erfolgt von Mensch zu Mensch durch Tröpfcheninfektion.

Zur Prophylaxe gibt es eine Impfung, die gegen die in Afrika vorkommenden Meningokokken wirkt (tetravalenter Impfstoff):

besonders Reisende mit engeren Kontakten zu Einheimischen sind gefährdet (z.B. Besuche von Familienangehörigen und Freunden, Freiwilligenarbeit, etc.), aber auch bei Arbeit in sozialen und Gesundheits-Einrichtungen, bei längerem Aufenthalt und im Rahmen von Epidemien wie aktuell in Ghana, Süd-Sudan, Nigeria.

Stand: 09. April 2018

Quellen: WHO Meningitis Weekly Bulletin 19 to 25 March 2018, Safetravel CH Update 04.04.2018