Aktuelle Meldungen

Pestepidemie in Madagaskar

In Madagaskar nehmen die Pesterkrankungen, insbesondere die Erkrankungen an Lungenpest mit hoher Sterblichkeit, rasch zu. Nach Angaben des Schweizer Expertenkomitees sind bis zum 09.10.2017 387 Fälle gemeldet worden und mindestens 45 Menschen verstorben. Am stärksten ist die Hauptstadt Antananarivo und die Stadt Taomasina betroffen. Dadurch dass die Pest auch dicht besiedelte Städte betrifft, ist die Kontrolle der Ausbreitung schwierig und eine Weiterverbreitung möglich. weiterlesen...

Costa Rica: Folgen des Tropensturms Nate

Nach aktuellen Meldungen des Auswärtigen Amts betreffen die Folgen des Tropensturms Nate derzeit nicht nur die Verkehrs-Infrastruktur des Landes und die Strom- und Wasserversorgung. Es besteht auch die Gefahr von Erdbeben und Vulkanausbrüchen:
Der östlich der Hauptstadt San José gelegene Vulkan Turrialba ist aktiv; noch immer kommt es zeitweise zu Eruptionen mit Ascheregen. Dieser geht auch auf die Hauptstadt San José und im Valle Central nieder und kann zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen insbesondere der Atemwege führen. Reisende mit chronischen Erkrankungen der Atemwege und Lunge sollten sich daher vor Abreise ärztlich beraten lassen. weiterlesen...

Kapverden: Zunahme der Malariaerkrankungen

Seit Juli 2017 haben die Erkrankungen an Falciparum-Malaria deutlich zugenommen. Vor allem in der Hauptstadt Praia auf der Insel Sao Tiago wurden mindestens 230 Erkrankungsfälle gemeldet. weiterlesen...

Zika-Virus: Übertragung nun in zahlreichen Ländern der Welt

Die Zikavirus-Epidemien breiten sich weiterhin aus, vor allem auf dem amerikanischen Kontinent und in Asien.Inzwischen ist ein Übertragungsrisiko für eine Zikavirusinfektion in praktisch allen tropischen und subtropischen Ländern gegeben. Vor einer Reise, insbesondere wenn Sie eine Schwangerschaft planen oder schwanger sind, lassen Sie sich daher diesbezüglich beraten. weiterlesen...

Zika-Virus: nun verstärkt Meldungen in Südostasien

Seit April 2015 wurde die Zikavirus-Infektion zunächst in Brasilien, dann auch in anderen Staaten Süd- und Mittelamerikas und in USA/Florida nachgewiesen. Erstmals wurde das Virus im Zika-Forest in Entebbe/Uganda isoliert. Danach wurden Ausbrüche der Zikavirusinfektion aus dem tropischen Afrika, Südostasien und Ozeanien gemeldet. weiterlesen...

Ayurveda

Im September 2015 meldete der Spiegel, dass bei zwei Ehepaaren nach einer Ayurveda-Kur in Sri Lanka erhöhte Arsen-, Blei- oder Quecksilberwerte gemessen wurden. In der medizinischen Fachliteratur wird nach Angaben des Auswärtigen Amts immer wieder über Arsen- und Schwermetallvergiftungen durch ayurvedische Medikamente berichtet. Bei Ayurveda-Kuren in Sri Lanka rät das Auswärtige Amt daher dringend, ayurvedische Behandlungen nur in Einrichtungen vorzunehmen, die bei der Sri Lanka Tourism Development Authority (SLTDA) registriert sind und keinesfall unzertifizierte ayurvedische Medikamente einzunehmen. weiterlesen...

Würfelquallen (Chironex fleckeri) in Thailand

Im Oktober 2015 kam es vor der Küste Thailands und an den Inseln Koh Phangan und Koh Samui zum Auftreten von Würfelquallen und zu tödlichen Unfällen, auch zum Tod einer 20-jährigen deutschen Reisenden.
Gefährliche Quallen gibt es nicht nur in Südostasien. Sie kommen auch in anderen Meeren der Welt vor. Zu den giftigsten Quallen gehört die Würfelqualle oder Seewespe (Chironex fleckeri). Sie ist an der Nord- und Ostküste Australiens, nach Angaben von Prof. Mebs aber vermutlich im ganzen westlichen tropischen Pazifik verbreitet, vorwiegend in Küstennähe, häufig im seichten Wasser, nach stürmischem Wetter und bei bedecktem Himmel. Sie ist das gefährlichste Nesseltier. Ihr Giftcocktail beinhaltet vor allem ein Eiweiß, das den Herzmuskel schädigt und zur Ateminsuffizienz und somit rasch zum Tod führt. In Australien steht ein spezifisches Antiserum zur Verfügung. weiterlesen...

Dengue Fieber in Brasilien

Im Vergleich zu 2014 sind die Dengue-Fieber - Erkrankungen in Brasilien in diesem Jahr dramatisch angestiegen. Seit Anfang des Jahres wurden nach Angaben der Schweizerischen tropenmedizinischen Institute bereits mehr als 1 Million Erkrankungen und 378 Todesfälle registriert. Die Überträgermücke ist eine „Stadtmücke“: besonders betroffen sind die Städte Rio de Janeiro, Sao Paulo, Salvador, Fortaleza und Recife. Bereits in den vergangenen Jahren ist die Zahl der Dengue-Infektionen in den tropischen und subtropischen Regionen stark angestiegen. Eine Impfung gegen das Dengue-Fieber oder eine Chemoprophylaxe existiert bislang nicht. Entscheidend ist daher ein optimaler Moskitoschutz. weiterlesen...

MERS-CoV in Süd-Korea

Middle East Respiratory Syndrome Corona Virus (MERS-CoV)

Seit Ende Mai 2015 werden in Süd-Korea Erkrankungen am MERS-Co-Virus gemeldet; bis Ende Juni meldete das Ministerium für Gesundheit etwa 170 Erkrankungsfälle und 27 Todesfälle. Die Infektion wurde im Mai von einem Reisenden eingeschleppt, der sich auf der arabischen Halbinsel aufhielt. Von ihm qwurde die Infektion auf Angehörige übertragen. Weitere Übertragungen des Virus auf andere Personen erfolgte in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen auf Mitarbeiter, Patienten und Besucher. weiterlesen...

Ebola in Afrika

Aktuell wird in zahlreichen Medienberichten der Eindruck erweckt, Ebola sei eine globale Gefährdung, die den ganzen afrikanischen Kontinent betrifft. Einige Reisende haben daher Bedenken, eine Reise nach Afrika zu buchen oder die gebuchte Reise anzutreten.

Ebola ist in erster Linie ein Problem der betroffenen Länder Guinea, Liberia und Sierra Leone, vor allem aufgrund ihrer kulturellen Riten und der äußerst schlechten medizinischen Versorgungsmöglichkeiten der Erkrankten. Nigeria, das ebenfalls betroffen war, hat aufgrund seiner deutlich besseren medizinischen Möglichkeiten den Ausbruch rasch beenden können. Im Senegal blieb es bei einem eingeschleppten Erkrankungsfall. Beide Länder wurden inzwischen von der WHO als Ebola-frei erklärt. In Mali traten einzelne Erkrankungsfälle auf, die durch erkrankte Personen aus Guinea eingeschleppt wurden. weiterlesen...

Malaria in Malaysia

In Malaysia im Bundesstaat Sarawak auf der Insel Borneo nimmt die Malaria, insbesondere durch das Plasmodium knowlesi, in den letzten Jahren deutlich zu.

Bis Ende Oktober 2014 wurden bereits 1.099 Malaria-Erkrankungen festgestellt. Insbesondere die Infektion durch das Plasmodium knowlesi hat stark zugenommen. Wie das malaysische Gesundheitsministerium berichtet hat sich die Zahl der Erkrankungen an Pl. knowlesi in den Provinzen Sabah und Sarawak von 2002 bis 2012 nahezu vervierfacht. Der Anteil an Pl. knowlesi an allen Malariafällen ist von unter 5 Prozent auf 68 Prozent gestiegen. In einigen abgelegenen Landesteilen würden mittlerweile sogar alle Malariafälle durch Pl. knowlesi verursacht, sagt Balbir Singh, Direktor des Malariaforschungszentrums der Universität von Malaysia in Sarawak. Besorgniserregend ist aber nach seinen Worten nicht nur die Häufigkeitszunahme des Parasiten, sondern auch sein krankmachendes Potenzial. Fast jeder zehnte Patient entwickelt eine schwere Malaria und muss stationär aufgenommen werden. weiterlesen...

Dengue-Fieber in Amerika und Süd-Ost-Asien

Dengue nimmt in Nord-, Zentral-, Südamerika und in der Karibik sowie auch in Süd-Ost-Asien zu.

Bis zum 2.September 2014 meldete die PAHO (Pan American Health Organization) in Nord-, Zentral- und Südamerika sowie in der Karibik über 1 Million Erkrankungsfälle. Mit 700 000 Erkrankungen ist Brasilien am stärksten betroffen. An zweiter Stelle steht Venezuela mit ca. 190 000 Erkrankungen, Kolumbien mit 111 000 Erkrankungen, Mexico mit 82 000 Erkrankungen, El Salvador mit 46 000 und Honduras mit 26 000 Erkrankungen. Auch in Süd-Ost-Asien nehmen die Erkrankungsfälle zu. Bis Mitte November wurden in Malaysia bereits 90 523 Erkrankungen gemeldet, 169 Menschen sind verstorben. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum haben sich die Erkrankungszahlen verdreifacht. Die Zahl der Dengue-Fieber-Erkrankungen ist in den letzten Jahrzehnten in den tropischen und subtropischen Ländern stark angestiegen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schätzt die Zahl der globalen, jährlichen Neuinfektionen auf 50 bis 100‘000 Millionen. weiterlesen...