Costa Rica: Folgen des Tropensturms Nate

Nach aktuellen Meldungen des Auswärtigen Amts betreffen die Folgen des Tropensturms Nate derzeit nicht nur die Verkehrs-Infrastruktur des Landes und die Strom- und Wasserversorgung. Es besteht auch die Gefahr von Erdbeben und Vulkanausbrüchen:
Der östlich der Hauptstadt San José gelegene Vulkan Turrialba ist aktiv; noch immer kommt es zeitweise zu Eruptionen mit Ascheregen. Dieser geht auch auf die Hauptstadt San José und im Valle Central nieder und kann zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen insbesondere der Atemwege führen. Reisende mit chronischen Erkrankungen der Atemwege und Lunge sollten sich daher vor Abreise ärztlich beraten lassen.

Der 45km nordöstlich von San José gelegene Nationalpark Vulkan Poás ist aufgrund von Gasentwicklung und Gesteinsauswürfen bis zu einer Sicherheitszone von 3,5 km gesperrt worden. Angebote, diese Sicherheitszone zu betreten, um sich über private Wege Zugang zum Vulkankrater zu verschaffen, sind illegal und gefährlich.

Hinsichtlich der Ärztlichen Versorgung im Notfall weist das Auswärtige Amt aktuell darauf hin, dass es regelmäßig Fälle gibt, in denen Notfallpatienten wegen nicht vorliegender Kostenübernahme die Behandlung verweigert wird. Gleiches gilt für die zahlreichen privaten Ambulanzdienste (z.B. für Helikoptertransport vom Unfallort in ein Krankenhaus im Zentraltal).

Vor Antritt jeder Auslandsreise sollte daher geklärt werden, ob ein adäquater Krankenversicherungsschutz besteht, der im Notfall auch einen Rettungsflug nach Deutschland abdeckt.

Stand: 10. Oktober 2017

Quellen: Auswärtiges Amt 10.10.2017