Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo
Die Demokratische Republik Kongo (DRC) meldet einen Ebola-Ausbruch, verursacht durch das Bundibugyo-Virus (BVD). Der Ausbruch betrifft die Region Ituri und Nord-Kivu mit 246 Verdachtsfällen und 65 Todesfällen. BVD ist eine schwere, oft tödliche Erkrankung. In der DR Kongo haben sich in den letzten Jahren mehrere Ebola-Ausbrüche ereignet. Der letzte Ausbruch in der Kasai-Provinz wurde am 05. Dezember 2025 als beendet erklärt.
Ituri und Nord-Kivu liegen an der Grenze zu Uganda und Süd-Sudan. Um eine Ausbreitung innerhalb des Landes sowie in die Nachbarländer zu verhindern arbeiten die lokalen Gesundheitsbehörden eng mit den Nachbarländern in der Überwachung, Labordiagnostik und Vermeidung weiterer Infektionen zusammen.
Folgen für Reisende:
Eine Gefahr für den internationalen Reiseverkehr besteht nicht. Es handelt sich um einen lokalen Ausbruch.
Für Reisende, die in die Provinzen Ituri und Nord-Kivu der DRK reisen möchten, empfiehlt der CDC (US Centers for disease control and prevention), nicht notwendige Reisen zu verschieben. Eine vorbeugende Impfung für Reisende gibt es nicht.
Das Auswärtige Amt gibt eine Teilreisewarnung für die Demokratische Republik Kongo:
"Vor Reisen in die Provinzen Maniema, Nord-Kivu, Süd-Kivu, Ituri, Tshopo und Tanganyika sowie in den nördlichen Teil der Provinz Haut-Katanga wird gewarnt.
Vor Reisen in den Nationalpark Upemba in den Provinzen Haut-Lomami und Haut-Katanga wird ebenfalls gewarnt. Deutsche Staatsangehörige, die sich in den Provinzen
Nord- und Süd-Kivu aufhalten, werden zur Ausreise aufgefordert.
Von nicht notwendigen Reisen in die übrigen Landesteile der Demokratischen Republik Kongo einschließlich der Hauptstadt Kinshasa wird abgeraten".
Wegen der Nachbarschaft zu den Ländern Uganda und Ruanda und dem damit verbundenen grenznahen Reiseverkehr zwischen den Ländern besteht ein gewisses Risiko für diese Nachbarländer. Sollten Sie in diese Grenzgebiete zu der DRK reisen wollen, beachten Sie die aktuellen Hinweise des Auswärtigen Amts.
Aktuell gibt das Auswärtige Amt allgemeine Empfehlungen für die Grenzregion zwischen Uganda und der DRK:
„Die ugandischen Behörden haben entsprechende Vorsichtsmaßnahmen eingeleitet. Dennoch ist - auch wegen des regen Grenzverkehrs zwischen der Demokratischen Republik Kongo und Uganda - mit einer hohen Dunkelziffer zu rechnen.
- Halten Sie sich daher streng an die Auflagen der Behörden.
- Sehen Sie von nicht notwendigen Besuchen in Krankenhäusern und Gesundheitseinrichtungen, der Teilnahme an Beerdigungen und dem Aufenthalt in großen Menschenmengen ab.
- Meiden Sie jeden Kontakt mit Erkrankten und Verdachtsfällen sowie deren Körperflüssigkeiten.
- Berühren Sie keine lebendigen und toten Wildtiere und verzehren Sie keine Wildtierprodukte.
- Ebola-Impfstoffe werden grundsätzlich für Kontaktpersonen und Gesundheitspersonal verwendet. Für Reisende ist eine Impfung nicht vorgesehen.
- Melden Sie sich bei entsprechenden Symptomen bis zu 21 Tage nach Aufenthalt in der betroffenen Region telefonisch bei einem ärztlichen Dienst, um das weitere Procedere zu besprechen“
Stand: 19. Mai 2026
Quelle: CDC May 18, 2026, Auswärtiges Amt 19.05.2026