Malaria in Malaysia, insbesondere in Sarawak auf Borneo

In Malaysia im Bundesstaat Sarawak auf der Insel Borneo nimmt die Malaria, insbesondere durch das Plasmodium knowlesi, in den letzten Jahren deutlich zu.

Bis Ende Oktober 2014 wurden bereits 1.099 Malaria-Erkrankungen festgestellt. Insbesondere die Infektion durch das Plasmodium knowlesi hat stark zugenommen. Wie das malaysische Gesundheitsministerium berichtet hat sich die Zahl der Erkrankungen an Pl. knowlesi in den Provinzen Sabah und Sarawak von 2002 bis 2012 nahezu vervierfacht. Der Anteil an Pl. knowlesi an allen Malariafällen ist von unter 5 Prozent auf 68 Prozent gestiegen. In einigen abgelegenen Landesteilen würden mittlerweile sogar alle Malariafälle durch Pl. knowlesi verursacht, sagt Balbir Singh, Direktor des Malariaforschungszentrums der Universität von Malaysia in Sarawak. Besorgniserregend ist aber nach seinen Worten nicht nur die Häufigkeitszunahme des Parasiten, sondern auch sein krankmachendes Potenzial. Fast jeder zehnte Patient entwickelt eine schwere Malaria und muss stationär aufgenommen werden.

Der Erreger, der hauptsächlich verschiedene Affenarten befällt, wurde bereits 1931 von Robert Knowles im Blut eines Java-Makaken entdeckt. In den folgenden Jahrzehnten wurde Plasmodium. knowlesi immer wieder auch bei Menschen mit Malaria isoliert. Der schwerere Krankheitsverlauf hängt mit seinem Vermehrungszyklus zusammen, der nur 24 Stunden benötigt. Die Anzahl der im Blut eines Menschen zirkulierenden Parasiten steigt daher innerhalb kürzester Zeit explosionsartig an. Dies erklärt, warum Patienten mit einer Pl. knowlesi-Infektion häufig eine Multiorganerkrankung entwickeln, die rasch zum Tode führen kann.

Schutz vor Malaria

Der Schutz vor der sog. Affen-Malaria unterscheidet sich nicht von der Falciparum-Malaria (Malaria tropica). Wichtig ist der sorgfältige Schutz vor den nachtaktiven Moskitos. Die Mitnahme eines Notfallmedikaments oder die ggf. zu empfehlende Einnahme eines Malariamedikaments sollte vor der Reise mit einem Arzt besprochen werden.

Stand: 30. November 2014