Reisemedizinische Beratung Freiburg
Dr. med. Rosemarie Mazzola

Oropouche-Virus (OROV)

Das Oropouche-Virus kommt auf dem amerikanischen Kontinent in Südamerika, Mittelamerika und der Karibik vor. Es wird vor allem von Gnitzen Culicoides paraensis auf Menschen übertragen. Diese Gnitzen sind auf dem gesamten amerikanischen Kontinent weit verbreitet. Sie sind kleiner als Moskitos, fliegen langsamer und in Schwärmen und vor allem bei bedecktem Himmel, in den Abend- und Nachtstunden.

In Europa kommen diese Gnitzen nicht vor.

Beschwerden:

Die Infektion durch den Stich der Gnitzen führt zu einem grippalen Krankheitsbild mit hohem Fieber, Kopfschmerzen, Muskelschmerzen, steifen Gelenken, Übelkeit, Erbrechen, Schüttelfrost oder Lichtempfindlichkeit, selten Exanthem oder Meningitis. Die Symptome ähneln dem Denguefieber, sind aber milder. Der Verlauf ist in der Regel gut, nur selten kommt es zu schwereren Verläufen.

Eine Übertragung von Mensch zu Mensch findet nicht statt.
Eine ursächliche Behandlung gibt es nicht, ebenso wenig eine Impfung. Der beste Schutz ist der Mückenschutz.

Wichtig für Schwangere:

Bei Erkrankungsfällen in Brasilien wurde der Verdacht geäußert, dass die Infektion ähnlich der Zika-Infektion das Ungeborene schädigen könnte. Diese Frage wird derzeit untersucht. Vorläufig wird daher Schwangeren von nicht dringend notwendigen Reisen in Länder, in denen Übertragungsfälle gemeldet wurden, abgeraten.

Stand: 30. März 2026

Quelle: ECDC 9. August 2024, CDC 18. September 2025, PAHO 13. August 2025