Gelbfieber

Gelbfieber (engl. Yellow fever) ist eine Virusinfektion, die in bestimmten Regionen der Tropen und Subtropen, und zwar in Afrika und Südamerika sowie in Panama, das zu Mittelamerika gehört, vorkommt. In Afrika sind es die Regionen zwischen 10º südlicher und 15º nördlicher Breite, in Mittel- und Südamerika zwischen 40º südlicher und 20º nördlicher Breite.
Gelbfieber zählt zu den viralen hämorrhagischen Fiebern. Die Infektion wird durch Aedesmücken übertragen. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch ist nicht möglich.

Krankheitsbild

Die Erkrankung verläuft sehr unterschiedlich. Die Inkubationszeit beträgt 3-8 Tage. Die Infektion kann ohne Beschwerden oder milde verlaufen. In der Regel verläuft sie jedoch in zwei Krankheitsphasen. Zuerst kommt es zu einem grippeähnlichen Krankheitsbild mit hohem Fieber, Schüttelfrost, Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen. Die meisten Erkrankten werden danach gesund. Bei manchen (etwa 15%) kann es jedoch zu einer zweiten Krankheitsphase mit erneutem Fieberanstieg, Blutungen und Schädigungen der inneren Organe (Leber und Nieren) oder des Zentralnervensystems kommen, die nicht selten tödlich endet (ca. 50%-70%). Eine ursächliche Behandlung ist nicht möglich.

Prophylaxe

Gegen Gelbfieber gibt es eine sehr effektive Impfung. Es ist ein „Lebendimpfstoff“ aus abgeschwächten Viren, der nach einmaliger Impfung eine lebenslange Immunität bewirkt.

Die Gelbfieberimpfung gehört zu den wenigen Impfungen, die im internationalen Reiseverkehr vorgeschrieben sein können. Manche Länder verlangen grundsätzlich bei Einreise eine Gelbfieberimpfung. Andere Länder verlangen die Impfung nur, wenn man aus einem Land kommt, in dem die Infektion vorkommt. Im internationalen Reiseverkehr ist die Gelbfieberimpfung in den meisten Ländern nur 10 Jahre gültig. Sie muss von einer anerkannten Gelbfieberimpfstelle durchgeführt und in einem von der WHO anerkannten Impfpass mit einem runden Amtsstempel dokumentiert werden.

Ansonsten besteht die Prophylaxe in einem guten Moskitoschutz mittels Kleidung, mückenabweisenden Mitteln (Repellentien) und mückenfreien Räumen.

Diese Hinweise können auf keinen Fall den Rat eines Arztes ersetzen.
Nehmen Sie daher rechtzeitig vor Ihrer Reise eine reisemedizinische Beratung in Anspruch.