Reisemedizinische Beratung Freiburg
Dr. med. Rosemarie Mazzola

Malaria Afrika: starker Anstieg der Malariainfektionen

Mit Datum vom 23.04.2020 warnt die WHO vor einem starken Anstieg der Malariaerkrankungen in Afrika südlich der Sahara. Sowohl Kenia als auch Simbabwe melden einen Anstieg der Malariaerkrankungen. Kenia verzeichnet Malariaerkrankungen im Bomet County, das bislang kaum Malariafälle hatte und auf ca. 1900m Höhe liegt. In Simbabwe sind die Malariaerkrankungen bereits um etwa 45% gegenüber dem Vorjahr gestiegen, die Todesfälle um ca. 20%.

Die WHO befürchtet, dass infolge der SARS-CoV-2-Pandemie und der damit verbundenen Restriktionen die Verteilung der imprägnierten Moskitonetze unterbrochen wird und Malariamedikamente zur Behandlung der Malaria für die Bevölkerung nicht mehr ausreichend erreichbar sind bzw. zur Verfügung stehen. Die WHO rechnet daher mit einem massiven Anstieg der Malariaerkrankungen und Todesfälle.

Nach Angaben des World Malaria Report 2019 der WHO ereignen sich ca. 93% der Malariainfektionen und 94% der Malaria-Todesfälle in Ländern Afrikas südlich der Sahara. Vor allem Kinder sind davon betroffen; mehr als 2/3 der Todesfälle ereignen sich bei Kindern unter 5 Jahren.

Für Reisende, die auch weiterhin in diese Staaten einreisen dürfen, gilt daher, besondere Vorsicht walten zu lassen und die Maßnahmen zur Malariavorbeugung strikt zu befolgen. Bei Auftreten von Symptomen, die von den Symptomen bei COVID-19 nicht unterschieden werden können, sollte unverzüglich ärztliche Hilfe aufgesucht werden. Siehe auch unsere Informationen zu Malaria.

Stand: 15. Mai 2020

Quelle: WHO 23.04.2020, safetravel.ch. 13.05.2020